Integrationspolitik in der Schweiz

Die Schweiz ist eine pluralistische Gesellschaft, die sich aus einem deutschsprachigen, einem französichsprachigen und einem italienischsprachigen Gebiet zusammensetzt, wobei der deutschsprachige Teil mit 63,7 Prozent an der Gesamtbevölkerung den größten Anteil hat. Danach folgt der französischsprachige Teil mit 20,4 Prozent und letztendlich der italienischsprachige Teil mit 6,5 Prozent.

Die Schweiz ist, wie die meisten wohlhabenden westlichen Staaten, ein Einwanderungsland. Während der 1950er Jahre wurden aktiv Gastarbeiter in der Schweiz angeworben. Später erreichten Flüchtlingsströme aus dem ehemaligen Jugoslawien und der Türkei das Land. In den letzten Jahren verstärkte sich die Einwanderung von deutschen Staatsbürgern immer mehr. Als Grund dafür gilt die bessere Arbeitssituation in der Schweiz. Nach den Staatsbürgern aus dem ehemaligen Jugoslawien und aus Italien stellen die Deutschen den drittgrößten Teil an Gastarbeitern dar. 2007 gab es bereits über 1,7 Millionen Bewohner mit ausländischem Pass in der Schweitz. Bei einer Bevölkerung von 7,8 Millionen Menschen beträgt der Ausländeranteil demnach fast ein Viertel und der Trend der Einwanderung in die Schweiz geht weiter.

Auf Grund dieser Entwicklungen hat bereits eine Weiterentwicklung in der Integrationspolitik der Schweiz begonnen, jedoch sind noch keine markanten Resultate zu verzeichnen. Mit einem neuen Integrationsgesetz wurde festgelegt, was unter Integration zu verstehen ist. Demnach ist Integration das friedliche Zusammenleben einheimischer und ausländischer Wohnbevölkerung auf Grundlage der Bundesverfassung der Schweiz, was die gegenseitige Achtung und Wahrung der Chancengleichheit vorraussetzt.

Im Asylbereich versucht das Land dem humanitären Völkerrecht gerecht zu werden und ist dem Dubliner Übereinkommen angeschlossen. Dieser völkerrechtliche Vertrag legt die Bestimmungen für die Prüfung eines gestellten Asylantrags fest. Er garantiert, dass jedem Antrag eines Asylbewerbers eine Bearbeitung des Asylverfahrens garantiert wird, aber auch dass mehrere Asylantranträge eines Bewerbers in den Mitgliedsstaaten des Dubliner Übereinkommens unterbunden werden.