ERLAIM

ERLAIM ist das Kürzel für "European Regional and Local Authorities for the Integration of Migrants", in deutscher Übersetzung in etwa "Europäische Regionale und Lokale Behörden für die Integration von Migranten", offiziell "Europäischer Dialog Integrationspolitischer Akteure" genannt.

Seit März 2007 bemühten sich die teilnehmenden Partner von ERLAIM um die Zusammenarbeit aller auf regionaler und kommunaler Ebene Beteiligten im Bereich der Integration. 15 Monate lautete das Zeitlimit, das den Partnern von ERLAIM gesetzt wurde - 15 Monate, in denen die Schwerpunkte Staatsbürgerschaft, Partizipation und politische Rechte bearbeitet werden sollten. 15 Monate zur Verbesserung der interkulturellen Kommunikation und des Aufbaus eines Netzwerks kultureller Vermittler. Aber auch 15 Monate, in denen die Integration von Minderjährigen, Kindern und Frauen bedacht werden sollten, in denen man sich mit der Gleichberechtigung befassen wollte. Ein Schwerpunkt lautete auf den Aufbau von "public-private partnerships". Zu diesen Themen fanden zwei Konferenzen und sechs Fachtagungen statt, und zu den sechs Tagungen konnte jeder Projektpartner einen Referenten/eine Referentin aussenden. In Deutschland waren neben dem Land Berlin auch das Land Hessen und Niedersachsen an dem Projekt beteiligt.

Die Abschlusskonferenz am 15. Juli 2008 in Brüssel wurde von allen Beteiligten als der gelungene Abschluss einer fruchtbaren Projektarbeit beschrieben. Es trafen sich viele Fachleute, Ehrenamtliche wie auch Menschen aus dem Bereich der Forschung, um zu beraten, zu diskutieren und über die ERLAIM-Arbeit der Projektpartner zu berichten, als Referenten waren nicht nur Vertreter der europäischen Institutionen vor Ort, sondern auch Delegierte der Projektpartner. Sowohl die Durchführung des Projekts und erste Erkenntnisse wurden vorgestellt, die Erfolgsaussichten auf europäischer Ebene eingeschätzt und auf dieser Grundlage ein Programm für das künftige Vorgehen innerhalb der Europäischen Union in Fragen der Integrationspolitik erarbeitet.

Da das Projekt erfolgreich verlief, wurde ein Fortbestehen der Arbeit beschlossen. Konkret heißt das, dass auch in Zukunft die Zusammenarbeit der an der Integration von Zuwanderern beteiligten Behörden auf regionaler und lokaler Ebene im Mittelpunkt stehen wird. Aber auch Behörden der EU und nationale Ämter sollen sich an künftigen Projekten und Programmen beteiligen. Der Ausbau von Kontakten von Zuwanderern innerhalb und zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten der EU soll in Zukunft gefördert und ausgebaut werden - wobei (wie in allen anderen Punkten) eine möglichst einfache Kommunikation zwischen Bürgern und Behörden betrieben werden sollte.